Alle Arbeiten

SYSTEMATISCH

Kurs
Kommunikation & Komposition
Semester
INN-B2-G1 · SoSe 2026
Studiengang
Innenarchitektur, TH Rosenheim
Disziplinen
Farbe · Komposition · Typografie · Raum
00

Konzept

sys·te·ma·tisch — /zyste'ma:tɪʃ/ — adj. — nach einem System, einer bestimmten Ordnung vorgehend; planmäßig und folgerichtig.

Dieses Semesterprojekt dokumentiert die Arbeiten im Fach Kommunikation & Komposition. Im Fokus steht die Entwicklung einer klaren, nachvollziehbaren und wirkungsvollen visuellen Kommunikation von Entwurfsideen — von Farbtheorie und Komposition über Typografie und Layout bis zur digitalen Bildbearbeitung und Vektorgrafik, mit besonderem Schwerpunkt auf der Verbindung analoger und digitaler Techniken.

Im Zentrum steht das Adjektiv SYSTEMATISCH, geprägt durch Klarheit, Ordnung und Struktur. Blau bildet die Grundlage der Arbeit und fungiert als dominanter Farbton — für Technik, Konstruktion und einen präzisen, rationalen Blick. Dezente Anteile von Gelb, Grün und Orange setzen gezielte Akzente und erweitern die strenge Systematik um subtile emotionale Nuancen. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen klarer Struktur und atmosphärischer Wirkung.

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01

Farbe

Die Aufgabe untersucht Farbe als gestalterisches Werkzeug auf Basis des Adjektiv-Farbklangs „systematisch“. Durch analoges Mischen, präzises Benennen und die digitale Umsetzung in ein Mosaik werden Farbwirkung, Proportion und Komposition gezielt eingesetzt, um einen Begriff visuell zu übersetzen.

Farbproportionen des Adjektiv-Farbklangs systematisch
Farbproportionen — systematisch
Farbe 1.1 — analog gemischte und benannte Farbtöne
Farbe 1.1 — Mischen & Benennen
Farbe 1.1 — analoges Farbmosaik
Farbe 1.1 — Mosaik analog
Farbe 1.2 — digitales Adjektiv-Mosaik
Farbe 1.2 — Adjektiv-Mosaik digital
Farbe 1.3 — Vergleich Monitor- und Druckfarben
Farbe 1.3 — Monitor vs. Druck
02

Komposition

Im Zentrum steht die Untersuchung von Komposition als ordnendes Prinzip gestalterischer Prozesse. Ausgehend von konzeptionellen Begriffen wie Ordnung, Hierarchie oder Rhythmus sowie dem Adjektiv-Farbklang entstehen abstrakte Anordnungen, die Beziehungen zwischen Form, Farbe, Proportion und Position sichtbar machen.

Mit reduzierten, klar definierten Elementen werden präzise, orthogonal organisierte Kompositionen entwickelt. Über mehrere Formate hinweg werden Farbverhältnisse, Kontraste und räumliche Wirkungen gezielt eingesetzt, um eine zusammenhängende, systematische Gesamtgestaltung zu erzeugen.

Komposition 1.1 — Beziehung
Komposition 1.1 — Beziehung
Komposition 1.2 — Ordnung
Komposition 1.2 — Ordnung
Komposition 2.1 — harmonisch
Komposition 2.1 — harmonisch
Komposition 2.2 — Rhythmus
Komposition 2.2 — Rhythmus
Komposition 3 — Komposition über drei Formate
Komposition 3 — Komposition über 3 Formate
03

Typografie

Die typografischen Arbeiten untersuchen den systematischen Einsatz von Schrift im Spannungsfeld zwischen Ordnung, Struktur und Lesbarkeit. Ausgehend von einem selbst entwickelten Raster werden Buchstaben zunächst analysiert und gruppiert, anschließend überlagert und schließlich zu klar lesbaren Textkompositionen zusammengeführt. Im Fokus steht die präzise Abstimmung von Typoparametern, Hierarchie und Wahrnehmungsreihenfolge — mit dem Ziel, Inhalt und Gestaltung in eine nachvollziehbare, konsequente Form zu bringen.

Typo-Komposition 1.1 — Gestaltungsraster
Typo-Komposition 1.1 — Gestaltungsraster
Typo-Komposition 1.2 — alle Buchstaben ohne Überlagerung
Typo-Komposition 1.2 — ohne Überlagerung
Typo-Komposition 1.3 — überlagernd
Typo-Komposition 1.3 — überlagernd
Typo-Komposition 2.1 — ideal ausgeglichen
Typo-Komposition 2.1 — ideal ausgeglichen
Typo-Komposition 2.2 — identische Typoparameter
Typo-Komposition 2.2 — identische Typoparameter
Typo-Komposition 3 — Lesbarkeit
Typo-Komposition 3 — Lesbarkeit
04

Wordspace — RASTER25

RASTER25 versteht Raum als geordnetes System aus Raster, Bewegung und Licht — innerhalb fester Parameter: 10 m Tiefe, 7 m Höhe, bis 12 m Breite, rechte Winkel. Ein durchgängiges 25 × 25 cm Raster definiert sowohl die äußere Hülle als auch die innere Raumstruktur.

Von außen erscheint das Gebäude als ruhige, konsistente Rasterfläche, die den inneren Aufbau verbirgt. Erst im Durchschreiten werden Treppen, Ebenen und Verbindungsachsen sichtbar. Subtraktion und Addition einzelner Rasterfelder sowie Akzente aus mattem blauem Stahl machen das System ablesbar — Blau dient als Leitfarbe für Konstruktion und Technik.

RASTER25 — Eintritt in die innere Rasterordnung
Eintritt in die innere Rasterordnung
RASTER25 — Kontinuität des Systems im Raum
Kontinuität des Systems im Raum
RASTER25 — Ansicht
RASTER25 als geordneter Teil des Umfelds
RASTER25 — Schnitt-Ansicht
Schnitt-Ansicht — sichtbare Ordnung im Inneren
RASTER25 — Arbeitsmodell
Modell
RASTER25 — Plandarstellung 01
Plan 01
RASTER25 — Plandarstellung 02
Plan 02
RASTER25 — Plandarstellung 03
Plan 03
RASTER25 — Plandarstellung 04
Plan 04
RASTER25 — Plandarstellung 05
Plan 05
RASTER25 — Plandarstellung 06
Plan 06
RASTER25 — Plandarstellung 07
Plan 07
05

Animation

Die Animation übersetzt den Entwurf in Bewegung und erprobt das Einzelbildverfahren als Mittel der Raumvermittlung. Ziel war eine auf die Entwurfsidee fokussierte Dramaturgie: Was wird zuerst sichtbar, wie baut sich der Raum auf, wie wird der Blick geführt? Die kurze Stop-Motion-Sequenz erschließt den Wordspace Schicht für Schicht und macht seine räumliche Tiefe erzählerisch erfahrbar.

Stop-Motion — der Wordspace, Schicht für Schicht
Standbild aus der Stop-Motion-Sequenz
Standbild aus der Sequenz
06

Plakat

Das Präsentationsplakat führt alle Entwurfsdarstellungen zu einer einzigen zusammen. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit Layout als Werkzeug der Vermittlung: wie Anordnung, Weißraum und Hierarchie eine Entwurfsidee überzeugend transportieren. Zu sehen ist das Zusammenspiel von Ansichten, Schnitten und Visualisierungen, in dem die in Farbe, Komposition und Typografie erworbenen Kompetenzen zu einer eigenen gestalterischen Handschrift verdichtet werden.

Präsentationsplakat RASTER25
Präsentationsplakat
Plakat — animierte Fassung